Wanderlust 108 Berlin.

Wanderlust. Das klingt nach Alpen und Bergen und grünen Wiesen. Oder nach Yoga. Zu Beginn des Jahres gab es einen unglaublich tollen 21-Tage-Video-Yoga-Kurs-Challenge auf Wanderlust TV. Dank dieser hatte ich mich zum Newsletter der Website angemeldet und so vom Lauf-Yoga-Event in Berlin erfahren. Dem Mindful-Triathlon, der noch viele weitere Stationen hat. Ich hab mich direkt angemeldet. Denn ehrlich: Laufen UND Yoga UND Meditation auf EINEM Event?? Perfekt.

Die Location.

Und am 03.09.2017 war es dann soweit. Ungeplant bin ich allein zu dem Event, das, nach Planänderung des Veranstalters auf dem Tempelhofer Feld statt fand. Das machte den Reiz umso größer. Ich liebe das Gelände des alten Flughafens. Diese Weite findet ihr sonst nicht in Berlin. Man sieht sogar den Fernsehturm und kann alle möglichen Sachen dort machen. Vom Drachensteigen bis zum Grillen mit der Familie. Laufveranstaltungen gibt es dort auch unheimlich viele und jetzt auch das Wanderlust-Event.

 

Da das Feld so unglaublich groß ist, wirkten die Wanderlust-Zelte erstmal etwas verloren. Von Berliner Laufveranstaltungen bin ich etwas mehr Masse gewohnt. Aber diese Intimität war schön und die Leute haben sich perfekt verteilt. Es war nirgendwo zu voll und der Platz wirkte weder überfüllt noch leer.

Das Ankommen.

Ich war bereits um 08:10 Uhr da. Ab 07:30 Uhr konnte man seine Startnummer abholen und seine Tasche abgeben. Um 09:00 Uhr sollte der Lauf starten. Zur Startnummer gab es einen hübschen Wanderlust-Loop geschenkt – perfekt für den kommenden Herbst. Um diese Zeit musste ich nirgendwo länger als eine Minute warten. Später wurde es sicher etwas voller. Alle waren super lieb und hilfsbereit. Die Taschen wurden in Regalen gut verstaut und bewacht und ebenfalls mit der Startnummer versehen.

Ich wollte so früh da sein, weil die Adidas-Runner ebenfalls da waren und Adidas den Ultra Boost zum Testen verlieh. Ich hatte Glück und bekam noch ein Paar in meiner Größe. Ich liebäugel schon ein paar Monate mit dem Schuh und war sehr dankbar dafür, dass ich ihn austesten durfte. Wie die Schuhe sich zum Natural Running eignen, erfahrt ihr in einem kommenden Blog-Post.

Danach hatte ich noch genug Zeit, mir das Gelände anzusehen. Neben dem größten Adidaszelt gab es einige Zelte von kleineren und auch lokalen Unternehmen, die Klamotten, Tee, Essenswertes und Yoga-Accessoires verkaufen. Überall gab es etwas zu probieren und die Zeit bis zum Laufstart verging schnell.

Der Lauf.

Vor dem Lauf gab es ein kleines Warm-Up mit Joyce von den Adidas Runners Berlin inklusive achtsamer Besinnung auf den Tag und ein paar Partnerübungen. Das war schön und entspannt und es war klar, dass es bei diesem Lauf nicht um Bestleistungen geht. Ich vermute, für viele war es der erste 5 Kilometer-Lauf in Ihrem Leben. Unglaublich toll!!

Es waren auch Kinder dabei, von denen zwei vorne weg geflitzt sind. Ich bin im gleichen Tempo gestartet und hab mich deshalb um die Erfahrung gebracht, mit den anderen Yogis zu laufen. Aber es war auch sehr toll auf dem Tempelhofer Feld die Runde im Halbmarathon-Tempo zu drehen. Auf mehr war ich nicht vorbereitet und es stand ja auch noch über eine Stunde Yoga auf dem Plan.

Nach dem Lauf gab’s ne kleine Dose alkoholfreies Heineken, was ich morgens um 10 nicht soo lecker fand. Bis zum Yoga-Event hatte ich dann noch eine Stunde Zeit und so konnte ich in Ruhe die Schuhe zurück geben, noch etwas mit dem Adidas-Verkäufer fachsimpeln, meine Sachen holen, etwas essen und mir einen Platz direkt vor der Bühne sichern, auf der Mady Morrison dann um 11 Uhr Vinyasa Yoga unterrichten würde.

Davor waren aber noch die Breakletics auf der Bühne und haben eine ziemlich beeindruckende Show gezeigt. Jede Menge Übungen, die vorher schon oder ab da auf meiner ToGo-Liste stehen und mich nochmals motiviert haben, mehr für meine Körperkraft zu tun. Unheimlich gut! Im Anschluss haben sie uns auch noch eine Übung gezeigt und waren am Nachmittag bei den SIde-Events aktiv.

Yoga.

Oh mein Gott, das war so schön. So unfassbar schön. Aehm… Und anstrengend. Mady’s Stimme zog mich so vollkommen in ihren Bann. Ihre Worte waren so positiv und motivierend und wach. Ich kann das kaum beschreiben. Der Kurs war anstrengend und auf der Wiese bin ich immer mal in Wackeln gekommen. Also perfekt! Wie konnte ich nur jemals denken, Yoga sei easy, nicht besonders anspruchsvoll und überhaupt total langweilig.

Die Übungen waren toll miteinander verbunden und ich hab auch ein paar neue Sachen gelernt. An sich waren es eher Basic-Übungen, aber das heißt ja nicht, dass die leicht sind.

Als die Stunde anfing, war ich etwas traurig, dass ich ganz vorne an der Bühne war. Es war zwar toll, Mady und ihre zwei Mädels so nah zu sehen. Aber wenn ich mich in einer Übung mal nach hinten gedreht habe, sah ich die anderen Yogis – hunderte – alle in der gleichen Position. Ein atemraubendes Gefühl. Unheimlich schön. Ich liebe sowas ja. Es hat eine ganz besondere Ästhetik für mich, wenn so viele Menschen die gleichen Übungen machen (ohne dabei eine Uniform zu tragen und Parolen zu singen). Und besonders beim Yoga, wenn hunderte Beine im dreibeinigen Hund nach oben zeigen.. Hach schön! <3

Die Praxis schloss Mady mit einer so wunderschönen und so positiven Abschlussentspannung, dass ich richtig gerührt war. Ja mir ist tatsächlich eine Träne über die Wange gerollt.

Ich habe auch direkt Mady’s YouTube Channel abonniert und werde, wenn ich meine Praxis wieder nach drinnen umziehen muss, mit ihren Videos praktizieren. So so toll!!

Meditation.

Curse kam direkt im Anschluss und hat diese wunderbare Stimmung so perfekt aufgefangen. Ich meditiere täglich seit etwa 9 Monaten. Für mich ist das Stillsitzen, das Besinnen auf mich selbst nicht mehr neu. Aber besonders letzteres immer noch sehr schwierig. Je nachdem wie viele Dinge mich gerade beschäftigen, schweife ich noch oft ab. Ich glaube, das ist normal und ich finde es auch nicht schlimm. Ich ziehe dennoch sehr viel Nutzen aus der Meditation.

Eine geführte Meditation hat definitiv den Vorteil, dass du immer wieder zurück geholt wirst, wenn du dich zu intensiv mit deinen Gedanken beschäftigst. Curse hat das unglaublich toll gemacht. Er hat auch ein paar Experimente eingebracht. So haben wir uns auf die Musik, die wunderwunderschön war, konzentriert und dann wurde sie mit Ankündigung ausgeschaltet. In der Stille die keine war, haben wir die anderen Geräusche wahrgenommen, aber nicht den Fokus auf sie gelegt. Der blieb in diesem Raum, wo vorher die Musik war. Er hat mir damit etwas unheimlich Tolles gezeigt. Egal welche Geräusche um mich herum sind, ob Musik, das Meeresrauschen oder eigentlich störende Geräusche, in der Meditation müssen sie nicht störend sein, sondern können uns sogar dabei unterstützen uns auf uns zu besinnen.

Außerdem haben wir uns auf einen wunderschönen, ganz privaten Moment besonnen. Auch hier waren Tränen in meinen Augen. Ich finde es so unglaublich schön, dass ich diese Gefühle der Dankbarkeit und des Glücks selbst herbeiführen kann. Egal wann. Egal wo. Danke Curse, dass du mein Bewusstsein hier nochmals gestärkt und vertieft hast.

Auch Curse‘ Podcast habe ich direkt abonniert und auch schon die ersten vier Folgen gehört. Dankbarkeit, Morgenroutine, Life Hacks und Brené Brown. Wie für mich gemacht. Ich bin gespannt auf die weiteren.

Und sonst.

Viel mehr kann ich euch leider nicht berichten, denn mein Mindful Triathlon war damit beendet. Ich hatte zwar noch ein Side-Event gebucht, war aber nach der Meditation nicht mehr in der Stimmung mich noch weiter körperlich zu fordern. Stattdessen bin ich mit meinem Liebsten noch über das Festival und das Tempelhofer Feld geschlendert und habe dieses wunderbare Gefühl genossen, 5 Stunden mit Laufen, Yoga und Achtsamkeit verbracht zu haben.

Fazit.

Im nächsten Jahr bin ich sehr gern wieder dabei. Die Stimmung war superschön und absolut positiv. Die Trainer und Coaches waren super entspannt und hatten es einfach drauf. Ich hab mich sehr sehr wohl gefühlt und denke, dass es den meisten ähnlich ging.

Vielleicht bist du ja im nächsten Jahr auch dabei und wir sehen uns auf der Wiese <3

-Andrea

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Du kannst diese HTML Tags und Attribute nutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Copyright © 2016. Andrea Kuhn . Impressum . Datenschutzerklärung